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ReClock DirectShow Filter |
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Bei AVI- und MPEG-Filmen gibt es häufiger Probleme mit ruckeliger Wiedergabe und fehlerhafter Synchronisation. ReClock ist ein DirectShow-Filter, der anstatt des Standard-Audio-Renderers DirectSound geladen wird. Er stellt eine neue Referenz-Clock bereit, die an die Hardware-Clock der Graphikkarte gekoppelt ist, um sicherzustellen, daß die Wiedergabe der Bilder synchron zum Vertical-Sync-Signal der Graphikkarte erfolgt.
Ausserdem stellt ReClock eine Anpassung der Bildwiederholrate für solche Filmdateien bereit, die nicht mit einem Vielfachen der Wiederholrate der Graphikkarte übereinstimmen, bereit (Beispiel: Wiedergabe eine Datei nach IVTC-NTSC mit 23,976 Bildern/Sekunde auf einem PAL-Fernseher). Zu guter letzt ist ReClock auch ein Audio-Renderer mit Echtzeitanpassung, Mehrkanal-Audio und dynamischer Klangbereichsanpassung. Nach der Installation des Programms kann es über das Konfigurationswerkzeug eingericht werden:
Audio-Einstellungen
"Use DirectSound for interface PCM":
Bei Auswahl wird die DirectSound API zur Audioausgabe genutzt (PCM). Ansonsten wird die WaveOut API benutzt. DirectSound ist die empfohlene Einstellung für PCM.
"Use WaveOut interface for SPDIF":
Bei Auswahl wird AC3 über die WaveOut API und SPDIF ausgegeben. Im anderen Fall wird die DirectSound API benutzt. WaveOut ist die empfohlene Methode für SPDIF.
"Devices to use with DirectSound/WaveOut":
Hier kann man die für DirectSound oder WaveOut zu verwendende Soundkarte auswählen (notwendig bei mehreren Soundkarten oder zur Auswahl einer bestimmten Karte für SPDIF).
"Sound pre-buffer size":
Die Größe des Puffers. Umso kleiner der Wert ist, umso schneller kann man in einer Mediendatei suchen. Größere Werte hingegen erlauben eine bessere Korrektur von Geschwindigkeitsschwankungen. Werte unter 100ms werden nicht empfohlen.
"Max latency for PCM/SPDIF":
Hier kann eingestellt werden, wieviel Abweichung von der Synchronisierung von Bild und Ton im PCM- oder SPDIF-Modus erlaubt ist. Falls der Ton zum Teil Aussetzer aufweisen sollte, sollte dieser Wert erhöht werden. Die Werte sind Prozentangaben bezogen auf die Pufferzeit.
"Accept old multichannel formats":
Diese Option ist speziell für einige Soundkarten wie die Vortex2 gedacht, die keine speziellen Befehle zur Steuerung von mehr als zwei Audiokanälen interpretieren können. Wenn man eine solche Karte besitzt, dann sollte man diese Option nur dann aktivieren, wenn im Mehrkanalbetrieb überhaupt nichts zu hören ist.
"Set ReClock as preferred renderer":
Bei Auswahl wird ReClock automatisch anstatt des Microsoft DirectSound oder WaveOut Renderers geladen (das gilt auch für MP3s, die mit dem Windows Media Player abgespielt werden). Ansonsten muss der jeweilige Player manuell zur Verwendung von ReClock konfiguriert werden (zum Beipiel im Media Player Classic und ZoomPlayer ist dies möglich).
"Force ReClock to be loaded in place of default DirectSound/Wave renderers":
Manchmal rufen Player explizit einen Microsoft Renderer via DirectShow zur Wiedergabe auf. Wenn diese Option ausgewählt ist, dann wird trotzdem ReClock verwendet.
"Force ReClock to be loaded in PowerDVD":
Entspricht der Option zuvor, in diesem Fall speziell auf PowerDVD bezogen (PowerDVD hat normalerweie einen eigenen, internen Audio Renderer).
"Enable audio time-stretching": Diese Einstellung funktioniert nur mit PowerDVD 5 (oder neuer) .ReClock kann mit Hilfe dieser Option die Wiedergabegeschwindigkeit ändern, ohne die Tonhöhe zu verändern.
Video-Einstellungen
"Hardware access method":
Hier kann festgelegt werden, wie ReClock die Clock-Information gewinnt. Standard hier ist Direct3D, bei Einfrieren oder wenn ReClock gar nicht funktionieren sollte, kann man es mit DrirectDraw versuchen.
"Determine frame rate of media files using DirectShow":
ReClock muss wissen mit welcher Framerate die wiederzugebenen Videodateien abgespielt werden müssen. Normalerweise wird hierzu DirectShow benutzt. In seltenen Fällen liefert DirectShow hier falsche Informationen - diese Option sollte dann deaktiviert werden.
"Determine frame rate of media files using built-in estimator":
Dies ist die zweite Methode der Framerate-Bestimmung. Wenn sie deaktiviert oder auf "unknown" gestellt ist ist, dann kann man manuell einen Wert für die Framerate angeben.
"Determine frame rate of DVD using built-in estimator":
Die gleiche Option wie zuvor, in diesem Fall aber nicht für Videodateien, sondern für DVDs.
"Accepted slowdown/speedup of media speed in PCM mode":
Hier kann man die akzeptable Abweichung von der Framerate des Films angeben. Bei Verwendung von SPDIF muss dieser Wert geringer sein, da die Audioausgabe über SPDIF nicht "gestreckt" werden kann.
"Enable guessing a better media speed when hardware refresh rate do not match":
Diese Einstellung beeinflusst das Verhalten von ReClock, wenn die Wiedergabegeschwindigkeit nicht an ein Vielfaches der Bildwiederholrate angepasst werden kann.
"Clean-up manual frame rates database":
Dieser Button löscht alle im ReClock-Konfigurationsmenü gespeicherten Bildwiederholraten-
Erweiterte Einstellungen
"Enable VSYNC correction with VMR9", "Enable VSYNC correction with other renderers":
Die Verwendung der "VSYNC Tools" aktivieten/deaktieren.
"Give high CPU priority to player":
Wenn diese Option aktiviert ist, dann wird dem Player der ReClock verwendet höhere Priorität eingeräumt als eventuell im Hintergrund laufenden Tasks (und damit bessere Wiedergabequalität erreicht).
"Enable events notifications":
Mit dieser Einstellung kann man ReClock dazu bewegen, bei jedem Play-Ereignis (Start, Stop, Quit) das Skript "RunEvent.vbs" auszuführen. Damit können eigene Steuerbefehle programmiert werden, einige Beispiele finden sich in der Datei "RunEvent.sample.vbs".
"Enable logging":
Hier kann das Debug-Log "c:reclock_log.txt" aktiviert werden.
"List of applications for which ReClock should not load":
Hier kann man (getrennt durch ";" und ohne Extension) Anwendungen angeben, bei deren Start ReClock nicht geladen werden soll.
"Clean-up video clock timings database":
ReClock speichert automatisch für jede Auflösung und Bildwiederholrate die Korrekturdaten für die Clock-Frequenz. Mit diesem Button können diese Daten gelöscht werden.
Benutzung
Um ReClock zu benutzen muss einfach nur der entsprechende Player (BSPlayer, ZoomPlayer, Windows Media Player, etc.) gestartet werden. Über das Tray Icon oder die Filterliste des Players kann der Status von ReClock kontrolliert werden. Zusätzlich zeigt die Farbe des Tray Icons den aktuellen Zustand an: Grün bedeutet, daß die Bildwiederholrate erfolgreich detektiert wurde. Grün/rot blinkend zeigt an, daß die korrekte Bildwiederholrate gerade gesucht wird, aber noch nicht gefunden wurde. Gelb bedeutet, daß kein passender Anpassungsfaktor gefunden werden konnte. Rot sagt aus, daß die Bildwiederholrate überhaupt nicht detektiert werden konnte oder die Anpassung deaktiviert wurde.
Links
Offizielle Webseite von Reclock (z.T. nicht erreichbar)
Downloadseite bei Free-Codecs.com
Forumsthread des Autors |
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